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   19.12.15 17:11
    Hi, Fortekor ist kein

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Diagnose HCM

Hallo meine Lieben,

in den letzten Wochen des alten Jahres fiel mir bei meinem 3 1/2 jährigen Katerchen Skippi auf, dass sein wunderbares, seidiges Fell immer struppiger wurde, mein kleiner Vielfraß selbst an seinem Lieblingsfutter nur noch herumnörgelte und er auffällig schnell atmete. Über die Feiertage machte ich mir dann so große Sorgen, dass ich am 2. Januar direkt zum Tierarzt fuhr.

Die Diagnose war niederschmetternd und brach mir beinahe das Herz: hypertrophe Kardiomyopathie, kurz HCM

Zuerst wurde eine Röntgenaufnahme gemacht. Hier war eine starke vergrößerung des kleinen Katzenherzens deutlich zu sehen. Und vor allem auch das Wasser, welches sich bereits in der Lunge sammelte...

Die Tierärztin sagte mir, dass es ein Glück sei, dass ich überhaupt etwas bemerkt hatte. Zitat: "Für die meisten Katzenbesitzer ist das erste erkennbare Anzeichen einer Herzerkrankung ihrer Katze der plötzlich eintretende Tod."

Ich war geschockt!

Zwei Tage später waren wir wieder beim Tierarzt, diesmal sollte ein Herzultraschall gemacht werden. Das ist zwar an und für scih schmerzfrei, da aber kleine Klemmen fürs EKG an Skippis (rasiertem :´( ) Bäuchlein befestigt wurden, die anscheinend zwickten, fand er das gar nicht lustig... Das Ultraschall dauerte gefühlte Stunden (tatsächlich waren es wohl so 30-40 Min) und bestätigen die Diagnose.

 

Was ist HCM überhaupt?

Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) ist eine Herzmuskelerkrankung von Katzen, bei der sich der Herzmuskel außergewöhnlich verdickt. Dies muss nicht den gesamten Herzmuskel betreffen, aber auch kleinere Verdickungen sind nicht ungefährlich für das Tier. Je nach dem wo diese Verdickung auftritt, sind in vielen Fällen Herzgeräusche oder Veränderungen des Rhythmus für einen sorgfältig untersuchenden Tierarzt hörbar. Durch die verdickten "Wände" zwischen den Herzkammern wird dem Herzen sozusagen der Platz genommen und es versucht nach innen zu wachsen. Die Folge ist, dass das Herz nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt wird. Durch Rückstauungen besteht die Gefahr, dass das Blut in den Lungenkreislauf kommt – die Folge davon sind Flüssigkeit in Lunge und Brusthöhle. Schwer erkrankte Tiere sterben zumeist an plötzlichem Herztod, verursacht durch Kammerflimmern, Herzrhythmusstörungen oder an Herzversagen. Hier ist Kurzatmigkeit und Herzrasen zu beobachten.

Der Begriff HCM steht im weiteren nur für die primäre erbliche Form. HCM ist die am häufigsten diagnostizierte Herzkrankheit bei Katzen – ob Hauskatze oder Rassekatze – diese Krankheit macht vor kaum einer Rasse halt. Am häufigsten wurde sie bei Maine Coon, Ragdoll, Britisch Kurzhaar und Perser Katzen festgestellt. Aber auch in vielen anderen Rassen wurden HCM positive Tiere entdeckt. Nicht zuletzt kämpft auch unsere europäische Hauskatze gegen diese heimtückische Krankheit an.

 

Der Krankheitsverlauf von HCM

Der Krankheitsverlauf beginnt zumeist sehr schleichend. Katzen gehören zu den Tieren, die Herzkrankheiten nach außen hin unsichtbar für lange Zeit ertragen können. Klinische Symptome beginnen meist im Alter von 2-4 Jahren. Wenn beide Elterntiere erkrankt sind, kann die Krankheit viel schlimmer und zeitiger auftreten. Weiterhin erkranken männliche Tiere früher und viel stärker.
Katzen gelten als schwierige Herzpatienten. Das liegt mitunter daran, dass sie selten Frühwarnsymptome einer Herzerkrankung zeigen. Katzen husten aufgrund von Herzerkrankungen so gut wie nie, im Gegensatz zu Hunden oder dem Menschen! Auch ist es für den Besitzer schwierig, die Leistungsfähigkeit seiner Katze zu beurteilen. Das führt dazu, dass viele Herzpatienten erst erkannt werden, wenn Atembeschwerden vorliegen, also die Erkrankung schon erheblich fortgeschritten ist. Diese Atemnot zeigt sich häufig durch Hecheln. Dies kann ein Warnsignal sein, welches immer durch einen Tierarzt abgeklärt werden sollte.

Weitere hinweisende Symptome für eine Herzerkrankung sind:

• mangelnder Appetit
• vermehrtes Schlaf- und Ruhebedürfnis
• deutlich nachlassende Spielfreude und Belastbarkeit
• beschleunigte Atmung mit Bauchpresse
• Atmen/Hecheln durch den offenen Fang nach Belastung
• bläuliche Schleimhäute
• tastbar/sichtbar beschleunigte Herzfrequenz
• unklare Umfangsvermehrung des Leibes durch Wasseransammlung.

Nicht alle Katzen mit HCM müssen klinische Symptome entwickeln. Gerade Tiere mit ggr. bis mgr. Erkrankungen können ein Leben lang ohne Krankheitsanzeichen bleiben. Bei einer frühen Diagnostik kann ihre Katze dennoch ein lebenswertes und auch sehr langes Leben führen.

Quelle: www.gesunde-rassekatzen.de

 

Ich las im Internet alles was ich finden konnte und weinte tagelang aufgrund der Unwissenheit, wie lange ich meinen kleinen Liebling noch bei mir haben werde.

 

Nun hat Skippi also ein Arsenal an Medikamenten verschrieben bekommen:

Plavix (gerinnungshemmendes Mittel gegen Trombose), 1x Täglich 1/4 Tablette

Fortekor (Betablocker, senkt die Herzfrequenz), 1x Täglich 1/2 Tablette

Dimazon (Entwässerungsmittel), morgends 1 1/4 Tablette, abends 1 Tablette

Das stellte mich vor ganz neue Herausforderungen, denn mein kleiner flauschiger Hauskobolt ist zwar ein Vielfraß, aber wer sagt denn, dass ein Vielfraß nicht auch ein Feinschmecker sein kann? Und alles, was man schon kennt ist nach kurzer Zeit nur noch "Bäh!"

In den ersten Tagen höhlte ich seine Lieblings Nascherei (Knuspertaschen mit Huhn&Käse von Wiskas, die schluckt er für gewöhnlich am Stück) sorgfältig aus, stopfte zerkleinerte Tabletten hinein und versiegelte das Ganze dann mit der Füllung. Das funktionierte ziemlich genau ein Mal...

Denn am zweiten Tag biss er zielstrebig das präparierte Leckerli auf, spuckte es aus und wollte auch keine normalen mehr essen...

Die Verzweiflung war groß...

Der nächste Versuch: Tabletten in Thunfisch (neue erklärte Lieblingsleckerei und zwei Wochen lang einzige akzeptierte Nahrungsquelle). Dabei rollte ich so lange Thunfisch um die Tablettenstückchen, bis sich eine kleine Kugel bildete.  Das klappte mit dem Dimazon und dem Fortekor auch wirklich gut, nur das Plavix wollte er einfach nicht mitessen.

Also mußte wieder etwas anderes her...

Wir gingen also in die Tierfutterhandlung unseres Vertrauens und kauften alles, was Skippi eventuell schmecken könnte. Getestet wurde dann sofort zuhause ohne Medikamente. Skippis Favoriten waren "Creme Gourmet mit Käse" von Gimpet und ein Katzenpudding, von dem ich aber die Marke nicht mehr weiß.

Die Tabletten zerkleinerte ich sorgfältig und vermengte kleine Portionen mit der Käsecreme. Ich hatte Freundentränen in den Augen, als Skippi Löffel um Löffel abschleckte. Doch nach wenigen Tagen war es damit wieder vorbei. Ein kurzes Schnüffel, Näschen rümpfen und abfälliges Wegdrehen mit zuckendem Schwanz...

Also wieder in die Tierhandlung unseres Vertrauens!

Diesmal fiel mein Blick auf "Cat Liquid Snack" von Vitakraft.

Mittlerweile hatte ich mir einen Mörser (richtig edles Teil aus Granit, zum Kochen hätte ich mir sowas nie gekauft, aber für die Katze...) zugelegt.

 

Das mittlerweile Vertraute Ritual: Tabletten in den Mörser werfen und zerkleinern (Skippi schaut zu), Tablettenpulver auf ein Frühstücksbrettchen kippen (Skippi wird langsam ungeduldig und tippt mir auf den Arm, dass ich mich doch bitteschön beeilen sollte), mit einem Messer Das Pulver zu einer Linie zusammenschieben (verdammt, das klingt ja krank...), den Liquid-Snack öffnen und eine kleine Menge auf einen Plastikteelöffel geben und Skippi zum "anfixen" abschlecken lassen. Dann beim zweiten Löffel mische ich in 4-5 Portionen das Tablettenpulver unter den Liquid-Snack und den rest darf er dann einfach pur schleckern.

Das klappt nun seit einer Wochen ziemlich gut, ab und an mäkelt Skippi rum und mag die Medizin nicht nehmen, dann bleibt mir nichts anderes übrig, als ihm das Zeug aufzuzwingen. Dann setze ich ihn aufs Sofa, wickel sanft ein H andtuch um seinen Körper und schiebe ihm den Teelöffel vorsichtig von der Seite ins Schnäuzchen bis er es dann ableckt. Das mache ich natürlich äußerst ungern, aber er muß diese Medikamente nunmal nehmen... Und zum Glück ist er zwar ein Dickschädel aber ganz und gar nicht nachtragend =)

 

Mich würde interessieren, ob noch jemand Erfahrungen mit HCM-Katzen gemacht hat, wie lange lebt euer Liebling damit schon, wie bekommt ihr ihn dazu, seine "Drogen" zu nehmen?

 

Alles Liebe und bis bald xoxo

28.1.14 19:08
 


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